„Einfach mal machen – es könnte ja unglaublich werden“

Aline Recknagel ist mit der Bahn aufgewachsen und ihre Leidenschaft für die Branche wurde immer größer: „Mich begeistert vor allem die sprich- und wortwörtliche Barrierefreiheit des SPNV. Es gibt keine Fahrprüfung oder zeitintensive Planungen, man kann einfach spontan einsteigen. Und während man von A nach B fährt, kann man sich auch noch anderen Dingen widmen.“ Die studierte Wirtschaftsingenieurin traf schon früh Eisenbahner, die sie inspirierten, diesen Karriereweg einzuschlagen. Bevor sie zu start kam, war sie Interims Werkstattleiterin. 

 

„Ich möchte fachlich arbeiten und mit Kolleginnen und Kollegen, die am Erfolg des Unternehmens direkt beteiligt sind. Bestehendes gemeinsam hinterfragen und verbessern – das macht für mich gute Führung aus.“ 

 

Der typische Tag für Aline bei start beginnt mit einem Kaffee und dem Check der Betriebslage im start Bestandsnetz an der Unterelbe. Dort sitzen auch Spezialisten für die Instandhaltung der Fahrzeuge, die Aline von Frankfurt aus unterstützt. „Neben dem laufenden Betrieb ist ein großer Teil meiner Arbeit auch, mir Konzepte für Netze zu überlegen, die wir künftig betreiben wollen – welche Fahrzeuge wir nutzen und wie wir die Instandhaltung möglichst effizient realisieren“, sagt Aline. Und am Abend diskutiert sie ihre Ideen mit Kolleginnen und Kollegen. 

 

„Bei start sind wir Unternehmer im Unternehmen. Ich bin für meine Ergebnisse verantwortlich, aber ich kann den Weg zu meinen Zielen frei wählen. 

 

Die flachen Hierarchien und vertrauensvolle Atmosphäre bei start haben die gebürtige Erfurterin Aline überzeugt: „Ich kann mich in die Unternehmensgestaltung einbringen und Feedback frei geben, ohne dafür mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Mein Urteilsvermögen wird wertgeschätzt: Wenn ich mir einmal vor Ort etwas anschauen möchte, muss ich nicht erst bei meinem Vorgesetzten um Erlaubnis fragen.“ Dass beim Mutterkonzern DB ebenfalls ein modernes Führungskonzept herrscht, macht Aline an einem Erlebnis nach einem Konzerntreff in Berlin deutlich: „Auf dem Weg nach Frankfurt war der Zug gut gefüllt – nur leider war das Bordbistro nicht in Betrieb, weil das Personal fehlte. Da haben sich kurzerhand ein paar Führungskräfte aus dem Fernverkehr unter die Ägide des Bordgastronomen gestellt und den Service übernommen. Das fand ich toll. 

 

„Das menschliche Miteinander und der Spaß an der Arbeit stehen bei start im Mittelpunkt. Ich freue mich schon darauf, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen neue Herausforderungen anzunehmen.“ 

 

Kurz noch gefragt, Aline… 

Worüber ärgerst Du Dich im Alltag am meisten?
Wenn Sachen schiefgehen, weil eine Information nicht in der richtigen Qualität vorhanden war. 

Worüber kannst Du lachen?
Beim Lachen bin ich sehr niveauflexibel – am besten merkt man das, wenn man mich kennen lernt (lacht). 

Dein Tipp, um sich am besten zu erholen?
Raus in die Natur. Gartenarbeit ist richtig toll. Oder beim Sport so auspowern, dass man nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Crossfit ist mein Geheimrezept. 

Was ist Dein Lebensmotto?
Einfach mal machen. Könnte ja unglaublich werden.