Menschen bei start: Steffen Verfürth

Steffen Verfürth

In Anlehnung an die Serie "5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann" der Zeitschrift bzw. des Online Magazine T3N haben wir mal unsere Kollegen gefragt: Was sind die 5 Dinge, die Du für eine gelungene Zugfahrt brauchst?

Jeden Monat stellen wir einem anderen Kollegen diese Frage und stellen Euch die Menschen bei start aus einem anderen Blickwinkel vor. Heute an der Reihe: Steffen Verfürth, Experte IT bei start.

 

1. Klasse
Da ich hauptsächlich beruflich mit der Bahn unterwegs bin, ist dieser Anspruch für meine Reisen unabdingbar. Ich finde es zwar super, dass sich Bahnfahren einer steigenden Beliebtheit erfreut, aber die Schulklasse oder die Familie mit Schreikind auf einer Fahrt von Frankfurt nach Hamburg, vor, hinter oder um einem herum, dient nicht zwangsläufig der Beschäftigung, welcher ich zu großen Teilen auf meinen Reisen nachgehe – arbeiten.

Private Reisen, dann hauptsächlich mit der Familie, buche ich immer in der zweiten Klasse – meine Kinder schicke ich dann immer mal in die 1. Klasse um sich dort auszutoben ... ;-)

Sitzplatzreservierung
Dieser Punkt versteht sich eigentlich von selbst, aber auf die Frage, auf was ich tatsächlich nicht verzichten möchte, ist mit Hinblick, auf die in vielen Fahrten zu beobachtenden im Türbereich Kauernden oder auch halb liegenden Fahrgäste, bzw. auf diejenigen die bei jedem Bahnhofshalt versuchen, sich als in die Arbeit vertieft zu geben, um den von ihnen belegten aber von anderen reservierten Platz zu verteidigen – was in der Praxis nie funktioniert -  ein extrem wichtiger Aspekt.
 
Wlan
Mein Leben ist ziemlich digital. Notebook und Smartphone sind meine ständigen Begleiter. Unser Unternehmen setzt zu 100% auf Cloudtechnologie – aus diesem Grund ist eine gute Verbindung ins Internet extrem wichtig - gerne zum reibungslosen Arbeiten aber auch mal für ein bisschen Social-Media-Trash oder einfach mal um den zuletzt verpassten Tatort zu streamen.
 
Keine handyfreie Zone
Ich genieße es, im Zug zeitliche bzw. gedankliche Freiräume zu nutzen, um neben geschäftlichen Telefonaten auch mal private Kontakte zu pflegen. Eine halbe Stunde einem Telefonat mit dem besten Freund zu widmen, um sich einfach mal wieder gesprochen zu haben – ist für mich Gold wert! Sollte der Empfang auf der Strecke mal nicht so gut sein, dann wird zumindest, die mit dem Anruf abgegebene Willenserklärung der Kontaktaufnahme, keinen Nachteil für die Freundschaft darstellen.
 
Pünktlichkeit
„Fünf Minuten vor der Zeit ist des Kaisers Pünktlichkeit“! Unpünktlichkeit kann ich nicht leiden! Ketzerisch könnte man nun die Frage stellen warum ich mit diesem Anspruch überhaupt mit der Bahn fahre und zu allem Überfluss auch noch selbst bei einem Unternehmen aus dem Eisenbahnsektor tätig bin - man könnte dies ja als Widerspruch in sich verstehen.

Ich würde die Frage damit beantworten, dass ich an das Gute glaube und ein positiver Mensch bin – der davon überzeugt ist, dass die Pünktlichkeitsraten mit zunehmender Zeit steigen werden. Sicherlich muss hier aber auch der Staat seiner Verantwortung für die Bereitstellung ausreichender Infrastrukturkapazitäten nachkommen.

Zum Schluss ist es mir aber tatsächlich wichtiger, mit einem ökologisch sinnvollen Reisemittel unterwegs zu sein - und zu allerletzt liegt es doch an jedem selbst, sich ausreichend Zeit einzukalkulieren.